Talk: Tanz die Systemrelevanz! Pt. 2

03. Jul. 2020, 13:00 Uhr
c/o pop Festival & Convention

Dieser Stream ist Teil des Cologne Culture Streams, dem Solidaritätspakt für den Erhalt der Kölner Kulturlandschaft.Hier gibt's alle Infos

Vor etwas mehr als zwei Monaten haben wir uns – damals noch unter dem Eindruck des ersten Monats im Lockdown – in einem c/o pop Convention Online-Talk mit der Frage beschäftigt, wie systemrelevant der Kulturbetrieb eigentlich ist. Auch haben wir seinerzeit versucht, in die Zukunft zu schauen und zu überlegen, wie etwaige Exit-Strategien aussehen könnten. Heute wissen wir zumindest eines mit Sicherheit: Die Club- und Liveveranstaltungsbranche war „first out“ und wird auf jeden Fall „last in“ sein.

Viel Geld ist seither in die Unterstützung der verschiedenen Kulturbereiche geflossen, auf lokaler, regionaler und Bundesebene. Doch auch die „Kulturmilliarde“, die im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms „NEUSTART KULTUR“ der Staatsministerin für Kultur und Medien die privaten Kultureinrichtungen retten soll, hat die Debatte um die Passgenauigkeit der Corona-Hilfsmaßnahmen nicht beendet – weil auch kein Ende der Pandemie in Sicht ist. Wie es speziell um die Clubs und Spielstätten bestellt ist, das wollen wir bei „Tanz die Systemrelevanz, Pt. 2“ diskutieren. Dafür blicken wir nach Berlin, Hamburg und Köln und wollen erfahren, wie in diesen Städten die Unterstützung der Szene vorangekommen ist. Am Ende gibt es eine Fragerunde – schreibt eure Fragen in den Chat, und wir beantworten diese dann am Ende des Talks.

Pamela Schobeß ist - gemeinsam mit ihrem Partner Lars - seit über 20 Jahren Clubbetreiberin in Berlin. Mit ihrem Club Icon durch Gentrifizierung aus dem Prenzlauer Berg verdrängt, betreiben beide seit 2011 den Kreuzberger (Live-)Club Gretchen. Seit 2016 ist Pamela im geschäftsführenden Vorstand der Berliner Clubcommission. Außerdem ist sie Mitglied der IHK-Vollversammlung, in den IHK-Ausschüssen Kreativwirtschaft sowie Stadtentwicklung, im Aufsichtsrat der Berlin Music Commission sowie im Beirat des Musicboards Berlin.

Jan van Weegen ist seit 1996 Betreiber des Gebäude 9 in Köln. Seit 2014 ist er zudem in der Funktion des 1.Vorsitzenden der Klubkomm, dem Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V., tätig.

Terry Krug hat als Betreiberin der legendären Tanzhalle St. Pauli ihr Herz an die Clubkultur verloren. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Clubkombinat und war mehrere Jahre die Geschäftsführerin des Hamburger Interessensverbandes. Terry Krug unterstützte in dieser Zeit aktiv die Gründung des Bundesverbandes Livekomm und ist eine der Geburtshelferin der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg, besser bekannt als Clubstiftung. Heute ist sie Erste Vorsitzende der bis heute einmaligen Organisation. Wenn sie sich nicht um Livemusik-Spielstätten kümmert, ist sie Gesellschafterin von zwei Restaurants, dem Krug und dem Fritzis auf St. Pauli, und Partnerin in der Unternehmensberatung Krug und Strömer.

Ralph Christoph ist einer der Gründer des c/o pop Festivals in Köln. Er war 2004 bis 2007 Programmleiter des c/o pop Festivals, seit 2014 leitet er die c/o pop Convention und kümmert sich um die internationalen Beziehungen und die strategische Ausrichtung der Gesamtmarke c/o pop.

Dieser Talk der c/o pop Convention wird gefördert und unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und "We are Europe".

Solidaritätspakt für die Kölner Kulturlandschaft - COLOGNE CULTURE STREAM

Da die beteiligten Speaker*innen ihren Anteil spenden, gehen 100% der Einnahmen dieses Streams in einen Solidaritätspakt für die Kölner Clubkultur, die damit Spielstätten und Veranstalter*innen helfen kann, Arbeitsplätze zu erhalten, Finanzierungslücken zu überbrücken und auch nach der Krise wieder für euch kulturelles Angebote zu schaffen.

Danke für euren Support!

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