Laurie Penny - Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft

11. Mär. 2022, 19:00 Uhr
HAU - Hebbel am Ufer

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*english version below*

Eine sexuelle Revolution hat begonnen, und diesmal wird sie nicht aufzuhalten sein. Diese Revolution beginnt überall da, wo Frauen, queere, nonbinäre und trans Personen, vor allem jene, die nicht der weißen Mehrheitsgesellschaft angehören, aufstehen und nicht länger bereit sind, ihren Körper als jemandes anderen Besitz zu begreifen. Unsere Zeit der Krisen ist dank ihnen zugleich eine Zeit der produktiven Transformation, voller tiefgreifender und dauerhafter Veränderungen in unserem Verständnis von Gender, Sex und der Frage, wessen Körpern und wessen Worten Bedeutung beigemessen wird.

Mitreißend und scharf schreibt Laurie Penny in “Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft” über Sex und Macht, Trauma und Widerstand. Über die Krise der Demokratie, die Krise weißer Männlichkeit und die Rückzugsgefechte derer, die Angst vor Machtverlust haben. Sie fordert eine Kultur des ‘Consent’, die weit über Sex hinausgeht: Auch in Arbeitsverhältnissen, in Systemen der politischen Repräsentation, im Miteinander müssen wir zu einer Logik des fortlaufend ausgehandelten Einvernehmens finden, um individuelle und kollektive Traumata zu heilen und zukünftige zu verhindern.

Nach vielen erfolgreichen Sachbüchern stellte die Autorin zuletzt 2016 am HAU ihr literarisches Erstlingswerk “Babys machen und andere Storys” vor, das ebenfalls bei Nautilus erschienen ist.

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A new sexual revolution has begun, and this one will be unstoppable. This revolution begins wherever women, queer, non-binary and trans people – especially those who do not belong to the White majority society – stand up and refuse to consider their bodies as someone else's property. Our time of crises, thanks to them, is also a time of productive transformation, full of deep and lasting changes in our understanding of gender, sex and which bodies and words matter.

In “Sexual Revolution: Modern Fascism and the Feminist Fightback”, Laurie Penny writes infectiously and poignantly about sex and power, trauma and resistance. About the crisis of democracy, the crisis of White masculinity and the reactionary maneuvers of those afraid to lose power. They call for a culture of consent that goes far beyond sex: labour relations, systems of political representation and togetherness also require us to find a logic of continuously negotiated consent in order to heal individual and collective traumas and prevent future ones.

After many successful non-fiction books, the author was last at HAU in 2016 to present their debut literary collection, “Babys machen und andere Storys”, also published by Nautilus.