Knochenarbeit oder Der Tod und die Mädchen

26. Jun. 2021, 19:30 Uhr @ 21. Internationale Schillertage | Online-Vorstellung
21. Internationale Schillertage

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19.30 Uhr Vorfilm

Geisterspiele: Jenseits von Eden

Videoarbeit von hfs_ultras | Uraufführung | Auftragswerk

So schön und so sinnvoll es auch ist, als Kollektiv zu arbeiten, gibt es dort, wie bei allen Dingen, die getan oder gelassen werden können, auch Schattenseiten. Es geht hier um mehr als die Summe unserer sechs Individuen. Von Berufswegen beschäftigen wir uns stetig mit Parallelwelten, Heterotopien und Versuchsaufbauten. Und oft genug spannen sich die Nebelschwaden der Geheimnisse um uns. So viel Exklusivität, können wir nicht erfüllen. Sind wir so allein? Zwischen uns spannt sich der unsichtbare Raum. Aber wie sieht der aus? Und wie können wir davon berichten? Für den Film »Jenseits von Eden« folgen die hfs_ultras ihrer kollektiven Spur in einer künstlich begrenzten Welt.

Regie und Konzept: hfs_ultras | Mit: hfs_ultras

Eine Koproduktion von den hfs_ultras mit dem Nationaltheater Mannheim.

 

Im Anschluss

Knochenarbeit oder Der Tod und die Mädchen

Theater-Film von Vanessa Stern | Uraufführung | Auftragswerk

Drei Maden haben es satt. Sie wollen auch mitmischen in der postindustriellen Ökonomie der Anreicherung von Waren mit Geschichten und Traditionen. Schließlich wissen sie Bescheid und haben sich nicht nur jahrelang mit Friedrich Schiller auseinandergesetzt, sondern ihn auch zersetzt, bis auf die Knochen. Ihnen würde niemals eine Verwechslung von Schillers Schädel mit dem einer alten, buckligen Hofdame unterlaufen! Das Problem ist nur: keiner sieht sie, keiner hört sie, keiner gibt ihnen eine Bühne – also schreiben sie selbst einen Projektantrag, der Hand und Fuß hat, und schreib erst mal einen Projektantrag, wenn Du eine Made bist! Da muss man sich Hand und Fuß erst mal erarbeiten! 200 Jahre lang sind sie jeden Buchstaben mit Tinte auf ihren Leibern einzeln abgekrochen. Aber es hat sich gelohnt. Jetzt sind sie hier!
Ausgehend von den Mythen um den Verbleib von Schillers Gebeinen setzen sich Vanessa Stern und ihr Team in diesem Theater-Film feministisch, komisch, madig-amorph mit den Bedingungen heutiger Kulturarbeit auseinander.

 

Regie: Vanessa Stern Bühne: Eike Böttcher Kostüme: Jane Saks Dramaturgie und Kamera: Dietmar Schmidt Regieassistenz: Judith Anna Müller Kamera- und Tonassistenz: Helena Kontoudakis Sound: Robin Plenio Licht: Maika Knoblich Produktionsleitung: Eva-Karen Tittmann

Performance: Ursula Renneke | Vanessa Stern | Ruth Mader

 

Dauer: ca. 1 Stunde

In deutscher Sprache

 

Eine Produktion von Vanessa Stern in Koproduktion mit den Internationalen Schillertagen 2021 / Nationaltheater Mannheim, zeitraumexit und den Sophiensælen Berlin. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Szenenfoto »Knochenarbeit«: Dietmar Schmidt