Woyzeck Interrupted

19. Dez. 2020, 20:00 Uhr @ Berlin
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Uraufführung
Woyzeck Interrupted
von Mahin Sadri und Amir Reza Koohestani nach Georg Büchner
Übersetzung: Sima Djabar Zadegan
Regie: Amir Reza Koohestani

Stream-Premiere am 19. Dezember 2020 von 20 bis 21.30 Uhr.
Stream Ticket: Normalpreis 10 €, ermäßigt 5 €
Tickets für diesen Stream sind bis 20.30 Uhr erhältlich.

Digitales Bonusmaterial zu Woyzeck Interrupted.

Mit: Lorena Handschin und Enno Trebs

Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners „Woyzeck“ sind kurz vor der Premiere unterbrochen, die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin ebenfalls, genauso wie ihre Schwangerschaft und die Zukunftsphantasie eines gemeinsamen Kinds. Sogar ihre Trennung kommt durch einen Lockdown zum Stillstand. Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht auch nie war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text.

Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Georg Büchners „Woyzeck“. Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet in Deutschland. Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femiziden in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen.

Regie: Amir Reza Koohestani
Bühne: Mitra Nadjmabadi
Kostüme: Lea Søvsø
Video: Philip Hohenwarter, Benjamin Krieg
Musik: Matthias Peyker
Licht: Kristina Jedelsky
Dramaturgie: Sima Djabar Zadegan, John von Düffel
Stream Konzeption: Guillaume Cailleau, Phillip Hohenwarter, Benjamin Krieg
Bildregie und Schnitt: Guillaume Cailleau

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