Zafraan Ensemble UA Berlin III. Die 1930er: Kein Ort, nirgends

14. Mär. 2021, 17:00 Uhr
Das Zafraan Ensemble feiert sein 10-jähriges Jubiläum!  
 
In einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten wird die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Abende steht für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.
 
Das dritte Konzert der UA Reihe beleuchtet den Heimatverlust der 1930-ger Jahre, in denen alles auseinander fliegt. Eben noch hört Berlin eine Uraufführung des weltberühmten Stravinsky, und plötzlich ist alles anders. Viele gehen, manche gehen in sich, und ‚arrangieren‘ bekommt eine Bedeutung außerhalb des Musikalischen. Paul Dessaus 1935 komponierte Suite wird erst 1989 uraufgeführt, da hören wir dann auch die restlichen Sätze. Rudolf Wagner-Régeny kommt so durch und bleibt nicht unverwundet. Paul Hindemith hat viele Schüler allerorten und gründet dennoch keine Tradition. Den Rekord der meisten Schülerinnen und Schülern aber hält bis heute ein Komponist: Carl Orff.
 
Paul Hindemith (1895-1963) Solo – Arioso – Duett aus: Trio für Klavier, Bratsche und Tenorsaxophon op. 47 (1928)
Paul Dessau Main Herz, main Herz nach einer jiddischen Volksweise (1936)
Rudolf Wagner-Régeny (1903-1969) Liebeslied (1950)
Igor Stravinsky (1882-1971)
Duo concertante (UA Berlin 1932)
Darío Guerrero (*1987) Tres Intensidades (UA, 2021)
Carl Orff (1895-1982) aus: Musik für Kinder Band 4 Nr 29: „Stücke für Flöten, auch auf anderen Instrumenten zu spielen“
(1930-1935, Neufassung 1950-1954)
Paul Dessau (1894-1979) Suite für Altsaxofon und Klavier (1935, UA Berlin 1989)
Etienne Haan (*1992) Standing for/by (UA, 2021)
 
 
Moderation: Mark Scheibe
 
SAVE THE DATE für das nächste Konzerte der Reihe:
Die 1940er: Meisterklassenquartett am 28. März 2021 um 17h auf dringeblieben.de ! 
Die 1950er: Grenzlinien/Lebenssplitter am 11. April 2021 um 17h auf dringeblieben.de ! 
 
Eine Konzertreihe des Zafraan Ensemble.
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Ernst von Siemens-Musikstiftung und der Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung.