SPRACHARCHIPEL III: Minderheiten, Sprachen und Repräsentationen in Rumänien

15. Jun. 2021, 18:00 Uhr @ online
22. poesiefestival berlin: Da liegt Europa

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Lesung & Gespräch mit den DichterInnen Radu Vancu (ROU) | Claudiu Komartin (ROU) | Teodora Coman (ROU) | Moderation: Ernest Wichner, Autor (ROU/DEU)

Zusammen mit den rumänischen LyrikerInnen und im politischen Schreiben profilierten BürgeraktivistInnen Radu Vancu, Claudiu Komartin und Teodora Coman geht der rumäniendeutsche Schriftsteller Ernest Wichner der Frage nach, wie es um die Minderheitensprachen in Rumänien vor und nach 1990 (u.a. Ukrainisch, Ungarisch, Romanes und Russisch) angesichts nationalkonservativer Tendenzen in Politik und Gesellschaft bestellt ist.

Wie verteilt sich die Sichtbarkeit der Minderheitensprachen, wenn sie sich im rumänischen Literaturfeld als Sprachen der Lyrik behaupten müssen? Wie bestehen Minderheitensprachen im Tauziehen zwischen Sprachnationalismus und -patriotismus und der Dekonstruktion des Nationalen? Wie wirkt sich (amtlich begünstigter) Sprachverlust auf das eigene Schreiben aus? Wie hätten eine Gesellschaft und eine liberale Politik zu intervenieren, um Minderheitensprachen, so klein sie auch sein mögen, vor dem Verschwinden zu bewahren?

Spracharchipel III: Minderheiten, Sprachen und Repräsentationen in Rumänien wird freundlich unterstützt durch das Übersetzernetzwerk Traduki, das Rumänische Kulturinstitut Berlin und das Goethe-Institut Bukarest.

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With the poets Radu Vancu (ROU) | Claudiu Komartin (ROU) | Teodora Coman (ROU) | Hosted by: Ernest Wichner, writer (ROU/DEU)

Together with Radu Vancu, Claudiu Komartin and Teodora Coman, Romanian poets who are also citizen activists prominent for their political writing, the Romanian-German writer Ernest Wichner looks into the question of the state of minority languages (including Ukrainian, Hungarian, Romani and Russian) in Romania before and after 1990 in view of the conservative nationalist tendencies in politics and society.

How is the visibility of minority languages distributed when they have to assert themselves as languages in poetry in the field of Romanian literature? How do minority languages stand in the tug-of-war between linguistic nationalism and patriotism and the deconstruction of the idea of the nation state? What effect does the (officially encouraged) loss of language have on poets’ own writing? How should a society and liberal politics intervene to save minority languages, however small they may be, from vanishing?

Language Archipelago III: Minorities, languages and representations in Romania acknowledges the kind support of the translator network Traduki, the Romanian Culture Institute Berlin and the Goethe Institute Bucharest.