"Niemand wartet auf dich" von Lot Vekemans

01. Aug. 2021, 00:01 Uhr @ Schauspielhaus Graz im Stream
Schauspielhaus Graz

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Im Rahmen seines digitalen Sommerspielplans streamt das Schauspielhaus Graz eine Filmversion von Lot Vekemans' "Niemand wartet auf dich". (Mit englischen Untertiteln)

Der Stream kann mittels gekauftem Ticket zwischen 1. bis 30. August angesehen werden.

 

Deutschsprachige Erstaufführung

NIEMAND WARTET AUF DICH

Lot Vekemans

Aus dem Holländischen von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

 

Wie lassen sich die großen Probleme unserer Zeit am wirkungsvollsten anpacken?

1. Die 85-jährige Gerda hat aufgehört, sich über die fortschreitende Verwahrlosung ihres Wohnviertels zu ärgern. Stattdessen hebt sie achtlos weggeworfenen Müll auf und entsorgt ihn. Inspiriert dazu hat sie ein Buch, das ihr zufällig in die Hände fiel: „Niemand wartet auf dich“.
2. Die Spitzenpolitikerin Ida hat nach 30 Jahren in der Politik ein letztes Mal die Gelegenheit öffentlichkeitswirksam zu sprechen. Nach der Verkündung ihres Rücktritts von der Parteispitze nutzt sie die Aufmerksamkeit der Anwesenden und beschreibt, was Politik aus denen macht, die sie betreiben.
3. Die Schauspielerin, die die beiden vorhergehenden Figuren gespielt hat, zweifelt an der Sinnhaftigkeit ihres Berufs. Wie soll es der oder die Einzelne schaffen, irgendetwas wirklich Wichtiges zum Besseren zu verändern, wenn man wie sie so oft einfach nur schlaf- und ratlos ist? 
4. Genau darüber und wie wir die Spielräume nutzen könnten, die uns als Bürgerinnen und Bürgern, als politischen Subjekten gegeben sind, möchte Susanne Konstanze Weber, die alle drei Figuren spielt, mit Ihnen im vierten Teil des Theaterabends reden.

Die Produktion schildert drei Frauen, die einen Weg gefunden haben, um aktiv zu werden und etwas in Gang zu bringen oder zu verändern. Im Großen und im Kleinen. Mit Mut und nicht ohne Risiko. Denn die niederländische Autorin Lot Vekemans plädiert mit ihrem neuesten Stück für mehr Diskussion und Eigeninitiative und für weniger Zynismus und Eskapismus. Das Stück richtet sich durch die Stimmen der drei vorgestellten Figuren ganz direkt an jede und jeden von uns. Es lädt dazu ein, gemeinsam über die eigene Verantwortung nachzudenken, aber auch über die gesellschaftlichen Herausforderungen, die unsere Zeit mit sich bringt.

REGIE Jochen Strauch
BÜHNE Kathrin Eingang
KOSTÜME Lot Lemm
MUSIK Matthias Schubert
DRAMATURGIE Karla Mäder

GERDA ACKERMANN, PENSIONISTIN / IDA BAUER, POLITIKERIN / EINE SCHAUSPIELERIN Susanne Konstanze Weber

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche Steiermark (Dr. Gertraud Schaller-Pressler) und der Evangelischen Kirche Steiermark (Mag. Helga Rachl)