Lai Haifeng: “Something about workers”

25. Feb. 2022, 19:00 Uhr
Brechtfestival Augsburg 2022

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Angehende Theatermacher*innen aus China setzen ihre Lebensrealität in Bezug zu Texten von Bertolt Brecht. Sie entdecken biographische Resonanzräume, zum Beispiel im Gedicht „Vom armen B.B.“. Sie reiben sich an diesem westlichen Autor, der nur Debatten und Verwirrung stiftet. Sie erzählen von der Freundschaft zwischen Bertolt Brecht und Bai Juyi, einem chinesischen Dichter der Brecht in den 1940er Jahren im Exil begegnet und werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter, über die Brecht immer wieder geschrieben hat.

„Something About Workers“
Viele von Brechts Werken befassen sich mit Menschen am unteren Ende der Gesellschaft, wie Soldaten, Bürgern, Dienern, Verkäufern und Arbeitern, wie z. B. seine beiden Gedichte Fragen eines lesenden Arbeiters und Die Macht der Arbeiter.
In China gibt es einen jungen Dichter namens Xu Lizhi. Er war früher ein Arbeiter am Fließband bei Foxconn. Er schrieb als Amateur Gedichte und veröffentlichte sie im Internet. Im September 2014 beging er Selbstmord, indem er von einem Gebäude sprang. Jemand stellte seine fast 200 Gedichte in einer Gedichtsammlung zusammen und veröffentlichte sie unter dem Titel Ein neuer Tag. Xu Lizhi ist weniger als zehn Jahre von uns entfernt. Die Lektüre seiner Gedichte hallt noch immer in uns nach.
Soemthing about workers stellt Brechts idealisierte Arbeiter Xu Lizhis Beschreibungen der Realität der Fließbänder in China gegenüber.
geschrieben und inszeniert von Lai Haifeng, Ou Jingwei, Peng Yanhan, Yu Lihui und Zheng Haoyue


Textrechte:
Suhrkamp Verlag / Brecht Erben
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