Jeeps - Test

05. Feb. 2021, 15:00 Uhr
Münchner Kammerspiele

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In Deutschland werden bis zu 400 Milliarden Euro im Jahr vererbt. Was wäre, wenn dieses Geld radikal umverteilt würde? Der neue Text von Nora Abdel-Maksoud katapultiert vier Figuren in das Szenario einer Erbrechtsreform –  und damit mitten in einen leidenschaftlichen Schlagabtausch zwischen proklamierter Leistungsgerechtigkeit und tatsächlicher Ungleichheit, altruistischen Prinzipien und seit Geburt liebgewonnenen finanziellen Sicherheiten. Auch die Reform ist alles andere als gerecht: Sie bedroht Karrieren, den Distinktionswert hart ersparter Statussymbole und den gewohnten Alltag in der verantwortlichen Behörde. Hier begegnet man der neuesten Volte der Sozialpolitik mit allen Registern der Verwaltung. Mit satirischer Zuspitzung und Präzision seziert Abdel-Maksoud die Bedingungen einer Gesellschaft, in der das individuelle Erbprinzip Lebensentwürfe und soziale Realitäten bestimmt.

Mit: Eva Bay, Gro Swantje Kohlhoff, Stefan Merki, Vincent Redetzki
Text und Regie: Nora Abdel-Maksoud
Bühne und Kostüme: Katharina Faltner
Musik: Enik
Dramaturgie: Olivia Ebert, Nora Haakh

Nora Abdel-Maksoud wurde in München geboren. Sie studierte Schauspiel, schreibt und inszeniert seit 2012 eigene Theatertexte – Komödien, die unter anderem Klassenverhältnisse in den Blick nehmen. Dabei bleiben Schreiben und Spielen eng verknüpft: Noch vor der Textarbeit steht eine erste Arbeit mit den Spieler*innen. 2017 wurde sie als „Nachwuchs- Regisseurin des Jahres“ (Theater heute) und mit dem Kurt-Hübner-Preis für Regie ausgezeichnet. „Café Populaire“ wurde 2019 zum Schweizer Theatertreffen, zu den Autorentheatertagen Berlin und – als drittes Stück nach „Kings“ und „Making Of“ – zum Festival radikal jung eingeladen. Für den Theatertext erhielt die Autorin 2019 den Hermann-Suderman-Preis.

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