Die Rundköpfe und die Spitzköpfe

29. Dez. 2021, 20:00 Uhr @ Deutsches Theater Berlin
Deutsches Theater Berlin

Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
Ein Greuelmärchen (1985)

von Bertolt Brecht
Musik: Hanns Eisler
Regie: Alexander Lang

Der Stream ist von Mittwoch, 29. Dezember 2021, 20 Uhr bis Donnerstag, 30. Dezember 2021, 20 Uhr verfügbar. Der Stream "Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" ist kostenlos. Wer mag, kann das Stream-Angebot des DT mit einem freiwilligen Support-Ticket unterstützen, frei wählbar zwischen 1 und 100 Euro. 

Mit: Reimar Joh. Baur (Vizekönig, Richter), Volkmar Kleinert (Missena), Dietrich Körner (Iberin), Christian Grashof (Callas), Katja Paryla (Nanna), Walter Lendrich (Saz), Gerhard Lau (Hoz), Heini Müller (Duarte), Gudrun Ritter (Cornamontis), Horst Manz (Callamassi), Günter Sonnenberg (Palmosa), Helga Labudda (Tomaso), Simone von Zglinicki (Oberin), Roman Kaminski (Anwalt), Lothar Förster (Inspektor), Horst Ziethen (Schreiber), Johanna Clas, Barbara Schnitzler, Peter Reusse (Huas), Helga Labudda (Klosterfrau), Peter Borgelt (Zarazante), Horst Weinheimer (Guzman), Margit Bendokat (Isabella), Christian Stövesand (Peruiner), Harry Pietzsch (Lopez), Heini Müller (Viktualienhändler)
Live-Musiker: Horst Michallak/Fritz Klauser, Hans-Joachim Müller, Egon Ockert/ Klaus Hofbauer, Uwe Hilprecht
Kleindarsteller:innen: Uschi Matt, Adelhard Nehring, Jürgen Müller, Jochen Wermann.

Die Rundköpfe und die Spitzköpfe ist die 1985 geschaffene Aufzeichnung des Fernsehens der DDR einer Inszenierung von Alexander Lang am Deutschen Theater Berlin nach einem Bühnenstück von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1932

Der überwiegend agrarorientierte südländische Phantasiestaat Jahoo ist zerrüttet und bankrott. Es wird zwar viel produziert, aber die Pächter verarmen und wollen den Herren Pacht und Steuern nicht mehr zahlen. Um die Einnahmen des Staates zu verbessern, ist eine Salzsteuer angedacht. Im Lande formiert sich eine Rebellion. Die armen Pächter Jahoos hatten sich unter dem Zeichen der „Sichel“ zusammengerottet, um gegen ihre mächtigen Pachtherren zu revoltieren. Da der Vizekönig selbst einer der größten Pachtherren in Jahoo ist, beschließt er, nach Rücksprache mit dem Staatsrat Missena, vorübergehend dem populären Abenteurer Angelo Iberin die Regierungsgeschäfte zu übertragen. Dieser schlägt vor, das Volk, statt wie bisher in arm und reich, nunmehr in Tschuchen (Rundköpfe) und Tschichen (Spitzköpfe) einzuteilen. Um von den unpopulären Maßnahmen wie einer geplanten neuen Steuer oder gar einem in Erwägung gezogenen Feldzug gegen die zahlungsunwilligen Pächter abzulenken, erklärt Angelo Iberin flugs die Spitzköpfe zu alleinigen Sündenböcken. Nun erhoffen sich die Kleinbürger, zu denen Frau Cornamontis, Frau Tomaso, Herr Palmosa und Herr Callamassi gehören, eine Verbesserung ihrer eigenen sozialen Position. Währenddessen verbreitet Iberins Privatarmee Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Aber die tschuchischen Pächter, allen voran Callas, sind nicht mehr von der Sinnhaftigkeit eines Bürgerkriegs überzeugt. Der tschuchische Pachtherr de Guzman, der mit Nanna, der Tochter des Pächters Callas, ein Verhältnis hat, wird vor Gericht geschleift und von Iberin, nachdem dieser den eigentlich amtierenden Richter abgesetzt hat, zum Tode verurteilt. Inzwischen ist es aber nicht mehr opportun, die reichen, staatstragenden Tschichen zu verfolgen. Dank Iberins „Gewaltkur“ konnte die Staatskrise abgewehrt werden. Der Vizekönig kehrt zurück, um mit rund- und spitzköpfigen Pachtherrn zu speisen. Am Ende sind sie, wo sie immer waren, auf der Höhe der Macht, und Herrn Iberin, der sie ihnen erhalten half, wird nach besorgtem Geschäft der Platz des Büttels zugewiesen. Der noch eben um sein Leben bangende de Guzman kommt frei.

Das Stück wurde von Brecht ab 1932 in längeren Zeitabschnitten und mehreren Fassungen konzipiert und geschrieben. In der dänischen Emigration zu Ende gebracht, erlebte es 1936 seine Uraufführung in Kopenhagen. Die Premiere der dem Film zugrunde liegenden Inszenierung von Alexander Lang erfolgte zu den XXVII. Berliner Festtagen 1983, kurz nach der festlichen Wiedereröffnung des 100-jährigen Deutschen Theaters Berlin. Das Bühnenbild und die Kostüme schuf Volker Pfüller. Die Ausstrahlung im 2. Programm des Fernsehens der DDR erfolgte am 19. Oktober 1985.

Regie: Alexander Lang
Bühne und Kostüme: Volker Pfüller
Musik: Hanns Eisler
Musikalische Leitung: Uwe Hilprecht
Dramaturgie: Gert Hof

Deutsches Theater Berlin, 1985
Laufzeit: 2 Stunden, 40 Minuten

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