Des Knaben Wunderhorn Rezitation und Lieder

19. Mai. 2021, 18:45 Uhr @ Woelfl-Haus
Woelfl-Haus Bonn

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Goethe über die von Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegebene Sammlung von alten deutschen Liedern in drei Bänden (1805, 1806,1808): "Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause, wo frische Menschen wohnen, am Fenster, unterm Spiegel, oder wo sonst Gesang- und Kochbücher zu liegen pfl egen, zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung."

 

Werke von Gustav Mahler, Arnold Schönberg und Richard Strauss. Ausführende: Alexandra von der Weth, Sporan | Corby Welch, Tenor Torben Jürgens, Baß-Bariton | Bernt Hahn, Rezitation | Roland Techet, Klavier

 

Die Sopranistin Alexandra von der Weth war ab Ende der 90-er Jahre eine der gefragtesten Interpretinnen des lyrischen und Koloraturfachs. Sie ist gleichermaßen im Opern- wie im Konzertfach zu Hause. Nach ihrem Gesangsstudium am Richard-Strauss-Konservatorium in München, das sie mit Auszeichnung abschloss, gab sie 1993 ihr Bühnendebüt als Schöne in Grétrys Oper "Die Schöne und das Biest" an der Oper Leipzig. Seit 2003 interpretiert sie verstärkt auch Stücke zeitgenössischer Komponisten, wie Beat Furrer, John Cage, Sylvano Bussotti, George Crumb, Gerhard Stäbler und Kunsu Shim. Vor allem in jüngerer Zeit ist sie als Interpretin neuer Musik in Erscheinung getreten, darunter 2016 in Düsseldorf und Duisburg die Uraufführung des Musiktheaters DAS FLOSS nach dem Roman "Die Ästhetik des Widerstands" von Peter Weiss. Zudem sang sie im März 2015 die Sopranpartie in Haydns DIE SCHÖPFUNG am Theater Augsburg sowie im April und Mai unter Stefan Soltesz die Kartenaufschlägerin in Richard Strauss' ARABELLA (Regie: R. Doucet) an der Oper Köln. Aktuell bereitet sie eine Reihe von Gesprächskonzerten vor, die von
September 2016 bis Januar 2017 in Bonn, Düsseldorf, Duisburg und Mönchengladbach stattfinden. Alexandra von der Weth ist Förderpreisträgerin für Musik der Stadt Düsseldorf.

 

Seit 2011 hat Corby Welch sich einen Namen gemacht in Rollen wie dem ERIK in "Der fliegende Holländer", den er auch in Düsseldorf, der Opéra Royal de Wallonie Liège und am Staatstheater Braunschweig sang, dem LOHENGRIN in Duisburg, Magdeburg und konzertant im Schloss Neuschwanstein, und mit seinem Debüt als LOGE in "Das Rheingold" am Grand Théâtre de Genève . Kürzlich sang er das "War Requiem" am Staatstheater Kassel, "Elijah" in Bremen (Glocke), "Paulus" in Mailand, die
Johannespassion mit dem Bachchor Gütersloh, die Matthäuspassion mit dem Symphonieorchester Lahti, Mahlers "Lied von der Erde" in Buffalo, New York und Basel, den 2. Akt TRISTAN in Taiwan, Liszts FAUST-Sinfonie in Giuyang in China. Außerdem trat er auf in einer Weltpremiere mit dem Rundfunk-Symphonieorchester Stuttgart beim angesehenen Eclat Festival Neue Musik in Stuttgart. Zuletzt war Corby Welch auch als BACCHUS, PETER GRIMES, TAMBOURMAJOR in Düsseldorf zu erleben sowie als TANNHÄUSER in einer Neuproduktion am Nationaltheater Weimar und an der Nationaloper Tallinn. Er sang DAS LIED VON DER ERDE in Paris, Bilbao und San Sebastian, die GURRE-LIEDER in Vilnius, die 9. SINFONIE in der Kölner Philharmonie und THE DREAM OF GERONTIUS in der Tonhalle Zürich. 2021 wird er als ALWA in Lulu am Theater Heidelberg sowie als PAUL in Korngolds Die Tote Stadt an der Rheinoper Düsseldorf debütieren. An der Opéra de Toulon singt er Mahlers DAS LIED VON DER ERDE.

 

Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover war Bernt Hahn über 30 Jahre als Schauspieler tätig, u.a. am Schauspiel Köln, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspiel Frankfurt und dem Bochumer Schauspielhaus. Seit einigen Jahren ist Bernt Hahn Freiberufler mit dem Schwerpunkt auf seiner Arbeit mit Sprache. Er ist bei allen deutschen Rundfunkanstalten zu hören; Produktionen zahlreicher Hörbücher sind entstanden (u.a. Werke von Proust, Bruno Schulz, Puschkin, Goethe, Joseph Roth, Bobrowski, Hölderlin). Auch mit eigenen literarischen Programmen hat sich Hahn im In- und Ausland etabliert. Er folgte Einladungen zu teils internationalen Festivals wie "Wege durch das Land", dem Schleswig-Holstein-Festival, der Buchmesse Leipzig, dem "Altstadtherbst Düsseldorf", der Buchmesse Warschau, der Villa Massimo in Rom, dem "Winterfestival" in Sarajevo u.a. Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 180. Todestag von Alexander Puschkin folgte Hahn der besonderen Einladung, an dessen Grabmal Verse aus dem Werk auf Deutsch vorzutragen.

 

Torben Jürgens wurde in Hagen geboren und studierte in Köln und Essen bei Reinhard Leisenheimer und Jan-Hendrik Rootering. Nach einem ersten Festengagement am Theater Bielefeld wurde er 2012 Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, wo er seither in den Mozart-Partien Figaro, Leporellound Sprecherzu erleben ist.
Weitere Partien waren u. a. Ariodates/XERXES, Herr Reich/DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR, Donner/ DAS RHEINGOLD und Alidoro/LA CENERENTOLA. Außerdem ist er auch ein gefragter Konzertsänger mit einem breiten Repertoire, das die Basspartien der großen sakralen Werke von Bach, Beethoven, Dvořák, Haydn, Mozart und Verdi umfasst. Zu Gast war er u. a. beim Rheingau Musik Festival, bei der Bachakademie Stuttgart, beim Beethovenfest Bonn, in der Alten Oper Frankfurt und im Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten/-innen Christian Thielemann, Vladimir Jurowski, René Jacobs, Sir Neville Marriner, AxelKober, Adam Fischer, Ivor Bolton, Michael Sanderling und Simone Young, den Regisseuren/-innen Christof Loy, Deborah Warner und Stefan Herheim sowie mit Orchestern wie der Dresdner Philharmonie, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester, dem hr-Sinfonieorchester und dem London Philharmonic Orchestra zusammen.

 

Roland Techet war u.a. Kapellmeister am Theater Augsburg. Er studierte Klavier und Dirigieren an der Musikhochschule Stuttgart. Roland Techet assistierte u.a. dem Dirigenten Wolfgang Gönnenwein bei den Ludwigsburger Festspielen und arbeitete als Korrepetitor an der Staatsoper Stuttgart. Im Anschluss daran folgten Engagements als Kapellmeister an bedeutenden Opernhäusern, wie dem Staatstheater Kaiserslautern, dem Gärtnerplatztheater und der Deutschen Oper am Rhein. Darüber hinaus assistierte Roland Techet den bedeutenden Musikern Lorin Maazel (Tristan und Isolde am Prinzregententheater München, 2001), Eberhard Kloke (Festival "Jenseits des Klanges" 1999) und Maurizio Kagel. Seit 2005 ist Roland Techet als freischaffender Dirigent im In- und Ausland sehr gefragt. Seine Dirigententätigkeit führte ihn zur Zusammenarbeit u. a. mit den Düsseldorfer Symphonikern, den Duisburger Symphonikern, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters, der Staatskapelle Halle, dem Orchester des Nationaltheaters Prag, den Baden-Badener Philharmonikern, dem Orchester des Mainfrankentheaters Würzburg, dem Orchester der Netherlands Opera Amsterdam und vielen weiteren Orchestern. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik, mit einem Schwerpunkt auf der Kreation neuer musikalischer und musiktheatraler Konzepte ("Schönheit der Schatten", Düsseldorf 2006 in Zusammenarbeit mit Werner Schroeter). So war er zu Gast beim Festival für Neue Musik Düsseldorf, bei der Ruhrtriennale und beim Opening14 in Trier. Alexandra von der Weth und Roland Techet traten bereits mehrfach in Liederabenden und Gesprächskonzerten (Kunstgesang in der Oper, Wagners Tristan und Isolde, Wolfs Spanisches Liederbuch, Wagners Frauen, Frankreich und die Revolution) im Woelfl-Haus auf.