Berlin Oranienplatz

14. Okt. 2020, 19:30 Uhr @ Berlin
Maxim Gorki Theater
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Berlin Oranienplatz
1. Teil der Stadt-Trilogie

Text und Regie: Hakan Savaş Mican

Mit Emre Aksızoğlu, Anastasia Gubareva, Sema Poyraz, Taner Şahintürk, Falilou Seck, Tim Seyfi und Sesede Terziyan, Musik von Lukas Fröhlich, Peer Neumann, Lizzy Scharnofske und Natalie Plöger

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Der letzte Tag des Sommers in Berlin. Morgengrauen. Can, angelehnt an sein Auto, raucht eine Zigarette und beobachtet gedankenverloren die JVA Tegel. Er ist so alt wie sein Oldtimer, ein Mercedes 230E, Baujahr 1982. 

Can, das Kind von Arbeitereltern aus Kreuzberg, hat mit Fälschungen von Designerkleidung und Markenuhren das große Geld gemacht. Eigentlich müsste er jetzt den Preis dafür zahlen. Aber er ist nicht der Typ dazu und will am nächsten Morgen, statt für fünf Jahre ins Gefängnis, nach Istanbul gehen. Abhauen, für immer.

Berlin Oranienplatz erzählt den letzten Tag eines jungen Mannes in Berlin. Menschen und Orte werden noch einmal besucht, die Can fast vergessen hat, die ihn fast vergessen haben. Die Strassen Berlins, Cans Eltern, seine Ex-Freundin, eine Hinterhofmoschee, ein Jazzclub... Can wird sich von seinem Berlin verabschieden, das ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Doch haben sich die Stadt, wie er selbst längst weit voneinander entfernt.

90 Jahre nach dem Erscheinen Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz schreibt Hakan Savaş Mican mit Berlin Oranienplatz eine neue Geschichte über das zeitgenössische Berlin. Er erzählt,wie in seiner letzten Inszenierung Die Nacht von Lissabon, mit poetischen Videobildern und Live-Musik von verpassten Chancen und dem Versuch, herauszufinden, welches Leben das Original und welches die Kopie eines anderen ist.

Berlin Oranienplatz ist der erste Teil einer Trilogie, die mit Kleistpark und Richardplatz fortgesetzt wird.

Stücklänge: 1:45h

Video und Schnitt: Marc Helfers, Neue Stereo Filmproduktion

Filmtonmischung: Hannes Zieger

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The final day of summer in Berlin. Daybreak. Can, leaning on his car, smokes a cigarette, losing himself in his thoughts while staring at the Tegel prison. He’s as old as his classic car, a Mercedes 230E, built in 1982. 

Can, the child of workingclass parents from Kreuzberg, made his fortune with fake designer clothes and watches. In fact, he should be paying the price for that now. But he’s not that kind of person. The next morning, instead of going to prison for five years, Can wants to fly to Istanbul. For good. 

Berlin Oranienplatz tells the story of a young man’s last day in Berlin. People and places are visited again, which Can has almost forgotten, which have almost forgotten him. The streets of Berlin, Can's parents, his ex-girlfriend, a backyard mosque, a jazz club... Can will say goodbye to the Berlin that made him what he is. But the city, like himself, has long since drifted far apart.

Over 90 years after the release of Alfred Döblin’s Berlin Alexanderplatz, Hakan Savaş Mican writes an homage to today’s Berlin in Berlin Oranienplatz. With poetic video images and live music, as in his previous production Die Nacht von Lissabon, he tells of missed opportunities and the attempt to figure out which life is the original, and which the copy of another.

Berlin Oranienplatz is the first part of a trilogy that continues with Kleistpark and Richardplatz.

 

Besonderer Dank für die freundliche Unterstützung der Produktion an Jens Hillje, Ulrike Beerbaum; Dr. Reut Yael Paz; Gökhan D.; Ar-Tur Reisebüro, Vedat Çılgın; Collect Boutique, Sophia Hannß, Johanna Kunig, Rosa Ceesay; Architekturbüro Gränitz; Julian Brinkmann; Janina Rudenska; Berlin.

Foto: Ute Langkafel

Preiskategorie I regulär (Stream-Ticket)
5,00 €
Preiskategorie II ermäßigt (Stream-Ticket)
3,00 €

Die Preiskategorie ist selbstverantwortlich und solidarisch frei wählbar.

Solidaritätsticket (Stream-Ticket)
10,00 €