Annett Gröschner liest: „Ring über Ostkreuz."

28. Feb. 2021, 17:00 Uhr

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„Ring über Ostkreuz. Ruth Fischer auf dem Weg zur Arbeit“

Annett Gröschners Erzählung ist zugleich Momentaufnahme und Reise durch das Leben einer unangepassten Zeitgenossin Bertolt Brechts: Ruth Elfriede Fischer (1895-1961) war Philosophin, Redakteurin und Politikerin im ultralinken Flügel der KPD. An der Universität in Wien studierte sie ab 1914 Philosophie, Nationalökonomie, Pädagogik, Psychologie und Politik. 1918 war sie Mitbegründerin der KPDÖ In Wien und übernahm später eine führende Rolle in der Berliner KPD.  Im Prenzlauer Berg trat sie in den 1920er Jahren aktiv für Reformen in der Sozialarbeit ein. Von Stalin ab 1926 wegen ultralinker Abweichungen aus der Partei geworfen und im Hotel Lux interniert, waren ab 1933 auch die Nazis hinter ihr her. Nach dem Krieg sagte sie vor dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ gegen ihre beiden kleinen Brüder Gerhart und Hanns Eisler aus, worauf hin der eine inhaftiert und der andere ausgewiesen wurde. „Ring über Ostkreuz. Ruth Fischer auf dem Weg zur Arbeit“ ist als Hörbeitrag zu einer Ausstellung im Museum Pankow entstanden. Für die Online-Edition des Brechtfestivals trägt ihn die Autorin erstmals für Publikum vor.
 

 

Foto: Susanne Schleyer

 

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