Alte Meister

11. Jun. 2021, 20:00 Uhr @ Deutsches Theater Berlin

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In Erinnerung an Katharina Matz

Am Wochenende vom 11. bis 13. Juni 2021 steht die Schauspielerin Katharina Matz im Zentrum des digitalen Programms des Deutschen Theaters. 49 Jahre war sie im Ensemble des Hamburger Thalia Theaters, bevor es im Alter von 80 Jahren für sie nach Berlin ging. Hier, am Deutschen Theater Berlin, an dem sie bereits nach ihrer Ausbildung von 1954 bis 1958 im Ensemble war, spielte sie seit 2012 als feste Gastschauspielerin in mehr als einem Dutzend Inszenierungen und entwickelte mit ihrem Schauspielkollegen Helmut Mooshammer sehr besondere und persönlich gefärbte szenische Lesungen. Vor wenigen Wochen, am 3. März 2021, ist Katharina Matz im Alter von 90 Jahren verstorben. Am 11. Juni wäre die Schauspielerin 91 Jahre alt geworden. Ihr zu Ehren zeigen wir im Stream drei Aufzeichnungen von Inszenierungen, in denen ihre zarte schauspielerische Kraft und ihr jung gebliebenes Charisma spürbar werden: Alte Meister (Regie: Thom Luz, 2018), Das letzte Feuer (Regie: Andreas Kriegenburg, Premiere 2008 am Thalia Theater Hamburg, Übernahme 2010 am Deutschen Theater Berlin) und In der Sache J. Robert Oppenheimer (Regie: Christopher Rüping, 2019), jeweils für 48 Stunden auf dringeblieben.de. 

 

ALTE MEISTER
nach Thomas Bernhard
Regie: Thom Luz

Mit: Christoph Franken, Camill Jammal, Katharina Matz, Wolfgang Menardi, Daniele Pintaudi

Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten

Der Stream steht vom 11. Juni, 20 Uhr bis 13. Juni, 20 Uhr kostenlos als Video on Demand zur Verfügung. 
Gerne können Sie das Streaming-Angebot des Deutschen Theaters mit einem Support-Ticket unterstützen.
Der Stream "Alte Meister" ist ein hausinterner Mitschnitt. Die Aufzeichnung liegt nicht in HD-Qualität vor.

ZUM STÜCK
Obwohl er beides hasst – Spazierengehen wie Museumsbesuche – spaziert der Musikkritiker Reger seit über dreißig Jahren ins Kunsthistorische Museum, wo er im Bordone-Saal seine Vormittage verbringt. Dort betrachtet er die sogenannten Meisterwerke, vornehmlich Tintorettos "Weißbärtigen Mann", um mit großer Lust und Akribie in ihnen das Unfertige, das Fragmentarische und Fehlerhafte zu entdecken. Stets an seiner Seite: der Saaldiener Irrsigler, der ihm als Ansprechpartner und Sprachrohr dient. Eigentlich nämlich ist Reger die Museumssitzbank über die Jahrzehnte zum Denk- und Lesezimmer geworden. Umgeben von den Alten Meistern, inmitten der idealen Raumtemperatur und perfekten Lichtverhältnisse, durchblättert er die Bücher der Großen Geister, sucht die Wahrheit und findet ihre Lücke. Im Grunde genommen aber sichert ihm diese verrückte Gewohnheit das Überleben – vor allem nach dem Tod seiner Frau, der ihn die eigene Unvollkommenheit schmerzhaft deutlich spüren lässt.

Thom Luz inszenierte Thomas Bernhards 1985 erschienen Roman als helle, verzweifelte Hommage an die speziellen Talente einsamer Menschen und macht sich auf die Suche nach der Liebeserklärung hinter der Hasstirade.

Inszenierung: Thom Luz
Musikalische Leitung: Matthias Weibel
Bühne: Wolfgang Menardi, Thom Luz
Kostüme: Sophie Leypold
Licht: Thomas Langguth
Dramaturgie: David Heiligers

Die Premiere war am 14. September 2018 in den Kammerspielen des Deutschen Theaters.

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