Albert Dietrich (1829 – 1908) "Erinnerungen an Johannes Brahms"

18. Nov. 2020, 18:45 Uhr @ Woelfl-Haus
Woelfl-Haus Bonn

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Albert Dietrich (1829 – 1908)

"Erinnerungen an Johannes Brahms"

 

Friedrich Thomas (Klavier)
Michael Schwalb (Rezitation)

 

Eine Veranstaltung des Colloquium Humanum Bonn e.V in
Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Bonn e.V. und dem
Woelfl -Haus Bonn. (Organisation: APOLLON-Musikoffi zin OHG)

 

„Da sich in meinem Besitze eine größere Anzahl Briefe von Johannes Brahms an mich befi ndet, wurde ich von befreundeter Seite aufgefordert, diese im Zusammenhange mit meinen persönlichen Erinnerungen an den unvergeßlichen, uns und der Kunst zu früh entrissenen Freund der Oeffentlichkeit zu übergeben. Nach langem Zögern habe ich mich dazu entschlossen. Gewiß werden die Brahmsfreunde und die Brahmsgemeinde manches für sie Werthvolle und Interessante in den Briefen fi nden. Und um so mehr wird diese Sammlung auf freundliche Aufnahme rechnen können, als einmal über die Jugendjahre des werdenden Künstlers noch wenig an die Oeffentlichkeit gelangt ist, dann aber auch Brahms in den Briefen uns menschlich so nahe tritt und wir neben dem bewunderten Genie auch die warmherzige Gesinnung, den liebenswürdigen Mann, den treuen Freund im vertrauten Kreise kennen lernen. […] So mögen denn die vorliegenden anspruchslosen Zeilen dazu beitragen, das Bild des großen Tondichters zu vervollständigen
und zu vertiefen."
So leitet Albert Dietrich (1829-1908) seine "Erinnerungen an Johannes Brahms" ein, einem 1898 erschienenen Bändchen, in dem er die erwähnten Briefe in den Rahmen einer eigenen Schilderung ihrer Freundschaft und der gemeinsamen Erlebnisse stellt. Werke von Dietrich und Brahms werden in dieser Konzertlesung mit dem gesprochenen Wort kombiniert. So "vertieft und vervollständigt" diese Konzertlesung nicht nur das Bild von Brahms, sondern genauso tritt Dietrich selber "uns menschlich nahe" und seine "warmherzige Gesinnung" und "Liebenswürdigkeit" lassen ihn zu einem "treuen Freunde" werden.

 

Friedrich Thomas, in Berlin geboren, erhielt seit seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht.
Nach der Ausbildung bei Helga Thieme am Julius-Stern-Institut der Hochschule der Künste Berlin studierte
er an der Hochschule der Künste Berlin und später an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei
Georg Sava. Zusätzliche künstlerische Impulse verdankt er der Arbeit in der Liedklasse von Aribert
Reimann undder Teilnahme an mehreren Meisterkursen bei György Sebők sowie Bernard Ringeissen und
Peter Feuchtwanger. Mehrfach wurde Friedrich Thomas bei internationalen Klavierwettbewerben
ausgezeichnet. Er ist regelmäßig in Solo- und Kammermusikabenden zu hören und mit Produktionen für
Rundfunk und CD vertreten. Friedrich Thomas unterrichtet Klavier an der Hochschule für Musik Detmold.

Michael Schwalb, geboren 1956 in Bonn; Cellostudium, zuletzt in der Meisterklasse von Antonio Janigro am Salzburger "Mozarteum"; Engagements als Orchestermusiker und Solocellist. Leitende Positionen beim Bayerischen
Rundfunks und SDR Stuttgart, derzeit Abteilungsleiter beim WDR Köln. Zahlreiche große Radiofeatures und -essays; besonderes Interesse an kulturhistorischer Spurensuche und der Darstellung von kultur- und  interpretationsgeschichtlichen Verbindungslinien in interdisziplinärer Ästhetik. Freier Mitarbeiter der NZZ; Dozententätigkeit an der Musikuniversität Wien, New York University. Vorträge und Aufsätze über Dirigenten, Orchesterwesen und -politik, Musik der Romantik und des 20. Jahrhunderts. Auswahlbibliographie:
Franz Liszt in Weimar (Berlin/Edition Fischer 2012) Ferdinand Ries als selbstverhinderter Romantiker (Ries&Erler 2012)
Brahms in der Meininger Tradition (Hildesheim/Olms 2013) Hans Pfi tzner (Regensburg/Pustet, 2016)