4fakultät #15 - Selvhenter / Jan Jelinek / Rieko Okuda / Fågelle

26. Sep. 2020, 21:00 Uhr @ resonanzraum

4fakultät ist wieder da! Am 26. September ist die Konzertreihe für stilübergreifende Improvisation erneut zu Gast im resonanzraum. Auch diesmal mit einem abwechslungsreichen Line-Up. Und natürlich wie gewohnt in stilübergreifender Improvisation:

Selvhenter / Jan Jelinek / Fågelle / Rieko Okuda

Live Visuals
elektropastete

Nach dem fantastischen Konzert im November letzten Jahres freuen wir uns auf eine neue Ausgabe dieser außergewöhnlichen Reihe - LIVE im resonanzraum Hamburg. Wer es noch nicht selbst erlebt hat: 4fakultät ist eine Konzertreihe für stilübergreifende Improvisation. Das Spielprinzip folgt einer mathematischen Formel: Die Zahlen Eins bis Vier werden miteinander multipliziert - und genau dieses Prinzip überträgt 4fakultät auf eine Konzertbühne: Vier Künstler*innen aus vier eigenständigen Genres treffen zum ersten Mal aufeinander. In rotierender Reihenfolge spielen sie in kurzen Sets ihr eigenes Konzert und improvisieren gemeinsam von Set zu Set. Keine Umbaupausen. Keine getrennten Bühnen. Ein Dialog der Stile: 4fakultät. Wir sind gespannt!

LINE-UP

Das dänische All-Female-Quartett Selvhenter vermischt Free Jazz und Noise, minimalistische Kompositionen und ausgedehnte Improvisationen. Härte und Rohheit des Rock sind deutlich zu hören. Im Vordergrund steht ein treibend-enigmatisches Spiel mit Atmosphäre und Rhythmus, mit dem die vier Frauen den Genre-Klischees eine lautstarke Absage erteilen. Die vier gehören auf jeden Fall zu den spannendsten Experimental-Bands des Jazz. „Inyourface and without compromises!“ – Mats Gustafsson

Rieko Okuda begann ihre musikalische Laufbahn als klassische Pianistin und fand über ihr Studium zur Improvisation und zum Jazz. In den USA spielte Okuda mit Größen wie Marshall Allen und Elliott Levine. Ihre Arbeit vereint elektronische und elektroakustische Ansätze und ist geprägt von konzentrierter Repetition, einem schnörkellosen Minimalismus und weiten emotionalen Bögen. Bei 4fakultät wird Okuda mit zwei kontrastierenden Sets – am großen Konzertflügel und am E-Piano – die eindrucksvolle Spannweite ihrer Arbeit aufzeigen.

Der Berliner Musiker, Produzent und Labelbetreiber Jan Jelinek arbeitet sich seit Jahrzehnten an unterschiedlichsten Bereichen der elektronischen Musik ab. Seine Veröffentlichungen unter den Namen Farben, bzw. Gramm sind an elektronische Tanzmusik angelehnt, während er als Jan Jelinek einen experimentelleren Ansatz wählt. Den zentralen Baustein bei all seinen Projekten bildet das Sampling. Bei Vermeidung traditioneller Musikinstrumente konstruiert Jelinek Collagen mit winzigen Klangfragmenten aus einer Vielzahl von Aufnahmegeräten: Tonbandgeräten, digitalen Samplern und unterschiedlichen Mediaplayern. Die Aufnahmen werden zu Schleifen verarbeitet, die das Original auf das Wesentliche reduzieren. Jelinek gehört definitiv zu den zentralen Figuren des elektronischen Minimalismus. „Jelinek’s lustrously bare tracks helped define nineties-into-two-thousands minimal techno.“ – The New Yorker

„Ich arbeite mit einem Pop-Geist im Noise“, sagt Klara Andersson, der Mastermind hinter dem schwedischen Noise-Pop-Projekt Fågelle. In Anderssons aufwändig gearbeiteten und zugleich tief ergreifenden Song-Kompositionen reibt sich rauschhafter Wall-Noise mit ausdrucksstarken Pop-Melodien. Besonders eindrucksvoll ist Fågelles Arbeit mit Stimme und Gesang. Das Material von Sprache, Gitarre, Synthesizern und abstrakten Klängen mischt sie zu einer machtvollen Live-Performance. Als Produzentin, die sich in der Mitte zwischen Klangkunst und Pop sieht, verkörpert Fågelle perfekt die Idee stilübergreifender Improvisation.

Gefördert durch
Musikfonds e.V. by means of the Federal Government Commissioner for Culture and Media (BKM)
Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Hamburgische Kulturstiftung

www.4fakultaet.de