Gespenster Abonnent*innen Nachgespräch

14. Jun. 2021, 21:20 Uhr
Münchner Kammerspiele

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Abonnent*innen-Gespräch „Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer“ am Montag 14.6.

Haben Sie die filmisch-theatrale Reflexion über Begehren, Schuld und Sehnsucht nach Befreiung bereits gesehen?

„Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer“ verdichtet mehrere historische Ereignisse aus Erika Manns Perspektive in Form einer soghaften Traumreise in die Vergangenheit. Die verschiedenen Tatsachen werden zusammengeführt und in zwei Handlungssträngen erzählt:

Es ist 1969, es ist der letzte Sommer der Schauspielerin, Kabarettistin und Autorin Erika Mann (gespielt von Svetlana Belesova). Sie wohnt in einer großen Villa in Kilchberg am Zürichsee und bekommt Besuch von einem leidenschaftlichen und umtriebigen Geschwisterpaar (Katharina Bach und Bernardo Arias Porras). Angeblich wollen sie das Theaterstück „Geschwister“ von Erikas verstorbenen Bruder Klaus Mann verfilmen. In dem Stück geht es auch um zwei Geschwister, die sich lieben, die zusammen leben und sterben wollen. So beginnt das Spiel im Spiel auf der digitalen Tribünenseite A. Und so auf der B-Seite: Wir sind in Venedig und begleiten den Schriftsteller Gustav von Aschenbach (gespielt von Jochen Noch), eine fiktive Figur aus dem Roman Der Tod in Venedig, den Thomas Mann 1911 geschrieben hat. Aschenbachs Tochter (Katharina Bach) überzeugt einen Strichjungen (Bernardo Arias Porras), sich mit ihrem Vater zu beschäftigen. Der Vater wiederum kämpft gegen sein Begehren.

Das Publikum folgt, je nach gewählter Seite, erst dem einen Handlungsstrang, dann dem zweiten. Dann wird die Perspektive gewechselt. Roman und Erinnerung, Fiktion und Biographie fließen ineinander hinein. Das Ergebnis durchleuchtet spielerisch all die Masken, Verkleidungen und Verstrickungen der außergewöhnlichen Familie Mann, und all die verschiedenen Schichten kollektiver und individueller Verdrängung von Lust. „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“ schreibt Thomas Mann in seinem Roman Joseph und seine Brüder. Erika Manns Erwiderung lautet: „Das Brunnenwasser scheint klar und durchsichtig in unserem Fall“. Wir wünschen Ihnen in diesem Sinne luzide Erkenntnisse und viel Freude bei „Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer“.

Machen Sie den 14.6. zu einem Theaterabend der besondere Art. Ab 20:00 Uhr können Sie auf der Startseite der Münchner Kammerspiele den Stream anschauen. Danach treffen wir uns alle digital zu einem exklusiven Gespräch mit dem Dramaturgen Mehdi Moradpour und mit den Schauspieler*innen Katharina Bach und Bernardo Arias Porras.

Wenn Sie das Stück bereits gesehen haben, kommen Sie ab 21:20 Uhr zu dem Gespräch.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Münchner Kammerspiele und einer kurzen Einführung in das Stück durch den Dramaturgen Mehdi Moradpour lernen Sie die Schauspieler*innen kennen und können sich mit ihnen austauschen.

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