Ode an die Freiheit

19. Jun. 2021, 19:30 Uhr @ Online-Vorstellung | 21. Internationale Schillertage
21. Internationale Schillertage

19.30 Uhr Vorfilm

Geisterspiele: Go She Wants

Videoarbeit von hfs_ultras | Uraufführung | Auftragswerk

Die Pandemie stellt uns ganz neu vor die Frage: Was bedeutet »Zusammenleben« eigentlich? Um irgendwann wieder zusammensein zu können, dürfen wir jetzt nicht zusammensein. Ironisch, oder? Der Trickfilm »Go She Wants« ist die Reisegeschichte einer jungen Frau auf dem Weg von Berlin nach Seoul. Die Protagonistin bewegt sich zwischen dem Alleinsein und dem Zusammensein. In Seoul strandet sie schließlich in einem »Gosiwon«, einem Wohnhaus mit dem für Südkorea spezifischen WG-System. Hier leben ca. 30-50 Menschen zusammen in je 7㎡ großen, eigenen Zimmern. Und während sie ihre Zimmernachbar*innen zwar Schnarchen und Pinkeln hört, aber nie sieht, eröffnet sich eine widersprüchliche Empfindung von Einsamkeit.

Regie: Eunsoon Jung

Eine Koproduktion von den hfs_ultras mit dem Nationaltheater Mannheim.

 

Im Anschluss

Ode an die Freiheit

nach Friedrich Schiller | Thalia Theater Hamburg

In Schillers »Kabale und Liebe« dreht der Musikus Miller durch: Tochter Luise hat eine Liaison mit dem adligen Ferdinand von Walther! Das Liebesgeplänkel wird zum todernsten Zumutungsspiel im Familienkreis und wenn der Vater bestimmt, wie es zu sein hat, stößt die »freie Liebe« an ihre Grenzen. Sehr begrenzt ist auch der Raum, in dem sich Maria Stuart bewegt. In Kerkerhaft befindet sie sich im ewigen Duell mit Elisabeth. Zwei Königinnen, die auf eine Zukunft ohne die jeweils andere hoffen, um endlich frei atmen zu können. Frei fühlt sich dagegen Wilhelm Tell, der seinem Sohn das Einmaleins der Freiheit lehrt. Doch dann trifft Tell auf den Burgvogt Gessler und steht inmitten einer Zivilisation, die andere Regeln vorgibt. Der arglose Mensch muss nun eine böse Tat vollbringen. Friedrich Schiller, so wird vermutet, hätte neben der »Ode an die Freude« einen weiteren Entwurf des Gedichts mit dem Titel »Ode an die Freiheit« entworfen. Antú Romero Nunes spürt diesem Freiheitsbegriff nach. Er hat mit dem Ensemble Motive der drei Stücke als eigenständige Theater-Filme inszeniert.

 

Regie: Antú Romero Nunes Bühne: Matthias Koch Kostüme: Victoria Behr Musik: Anna Bauer, Johannes Hofmann Dramaturgie: Matthias Günther

 

Mit: 

»Kabale und Liebe«: Musikus Miller: Jörg Pohl | Frau Miller: Cathérine Seifert | Luise: Lisa Hagmeister

»Maria Stuart«: Maria Stuart, Königin von Schottland: Karin Neuhäuser | Elisabeth, Königin von England: Barbara Nüsse

»Wilhelm Tell«: Wilhelm Tell: Paul Schröder |Walter Tell / Gessler: Thomas Niehaus

 

Dauer: ca. 2 Stunden und 20 Minuten

In deutscher Sprache

 

ab ca. 21.50 Uhr

Nachgespräch zu »Ode an die Freiheit«

 

 

Szenenfoto »Ode an die Freiheit«: Armin Smailovic