DAS BUCH DER UNRUHE nach Fernando Pessoa

04. Jun. 2021, 22:00 Uhr @ Livestream aus dem Lichthof des Albertinums auf www.dringeblieben.de

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Aufgrund technischer Schwierigkeiten muss die für Freitag, den 4. Juni 2021, geplante Livestream-Premiere DAS BUCH DER UNRUHE nach Fernando Pessoa um eine Woche verschoben werden, ebenso die Folgevorstellung am 5. Juni 2021.

Alle bereits gebuchten Karten für die Streams am 4. und 5. Juni 2021 können für die Vorstellungen am 11. und 12. Juni 2021 umgetauscht bzw. zurückgegeben werden. Die Kund*innen werden von uns kontaktiert.

 

DAS BUCH DER UNRUHE
nach Fernando Pessoa
aus dem Portugiesischen von Inés Koebel

„Verzicht ist Befreiung. Nicht wollen ist können.“

Fernando Pessoa ist nicht nur der wichtigste moderne Schriftsteller Portugals, seine Texte und vor allem sein BUCH DER UNRUHE gehören zu den wesentlichen Innovationen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. Pessoa erfindet für dieses Buch ein Alter Ego, den Hilfsbuchhalter Bernardo Soares, der sein Leben im Lissabon der zwanziger und dreißiger Jahre aufzeichnet. Pessoas epochales Werk erschien erst 1982, 47 Jahre nach dem Tod des Autors. Die tagebuchartigen Aufzeichnungen bilden keine Handlung ab, es sind freie Assoziationen und innere Monologe. Das minutiöse Beschreiben innerer Vorgänge macht den Kopf des Autors zu seiner Lebensbühne, hier schildert Pessoa das ‚Drama im Menschen‘. Pessoas Sehnsucht gilt einem kontemplativen Leben und einer Ästhetik des Verzichts. Die einzige Illusion, die Pessoas Held akzeptiert, ist die Kunst.
Für eine Präsentation im Theater ist Pessoas Haltung und Ästhetik eine Herausforderung, der sich der Regisseur Sebastian Hartmann und sein Team in einer besonderen Weise stellen werden. Die Arbeit wird keine Inszenierung im herkömmlichen Sinn sein, eher eine theatrale Installation. Spielort ist der Lichthof des Albertinums, in dem die Zuschauer*innen das stetige Ringen Pessoas mit seiner inneren Welt sinnlich erfahren können.

Fernando Pessoas posthum veröffentlichtes literarisches Lebensprojekt entwickelt in tagebuchartigen Fragmenten den Entwurf eine Lebenskonzeption, in der bewusste Isolation und Kontemplation, Schlaf und Traum, wichtiger als das aktive Alltagsleben sind. Die achtstündige Aufführung findet deshalb für die digital zugeschalteten Zuschauer*innen in der Zeit des Schlafes, für die Dauer einer Nacht, statt.

MIT Luise Aschenbrenner, Marin Blülle, Gina Calinoiu, Torsten Ranft, Fanny Staffa, Nadja Stübiger, Yassin Trabelsi, Viktor Tremmel, Cordelia Wege, Simon Werdelis
sowie Konstantin Antelmann, Henrike Demuth, Maria González Havlík, Eva-Marlene Jaekel, Angelika Kuge, Bertolt List, Susanne Meyer, Parisa Mousavi, Yamile Navarro, Skander Soumri
LIVE-MUSIKER Samuel Wiese, Philipp Thimm
LIVE-KAMERA Christian Rabending, Dorian Sorg

REGIE UND RAUM Sebastian Hartmann
KOSTÜME Adriana Braga Peretzki
MUSIK Samuel Wiese, Philipp Thimm
LICHTDESIGN Lothar Baumgarte
ANIMATION Tilo Baumgärtel
LICHT Peter Paul Lorenz
DRAMATURGIE Jörg Bochow

Dauer der Aufführung: ca. 8 Stunden.

in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Mehr Informationen zur Inszenierung finden Sie unter www.staatsschauspiel-dresden.de.