DARK ROOM revisited

18. Jun. 2021, 20:00 Uhr @ Maxim Gorki Theater
Maxim Gorki Theater

DARK ROOM revisited

Im Rahmen von Pugs in Love – Queer Week 2021

Theaterfilm | Auf Deutsch | ca. 1:25 h
Verfügbar bis 24:00 Uhr
Anschl. Künstler*innengespräch mit Jchj V. Dussel, Paul Spittler und Banafshe Hourmazdi.

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Von Jchj V. Dussel | Mit einem Center Piece von und mit Raphaël Amahl Khouri | Regie Paul Spittler

Mit Mazen Aljubbeh, Knut Berger, Julius Feldmeier, Banafshe Hourmazdi, Elena Schmidt, Raphaël Amahl Khouri & Rob Talin

Director of Photography Nadja Krüger | Setdesign + Kostüm Cleo Niemeyer | Musikkomposition R Talin | 1st AC & Schnitt Ethan Folk | Dramaturgie Yunus Ersoy | Licht Sandra Glaser | Ton Andrea Schmidt | Maske Adriana Metzlaff

SEXUALITÄTEN, DER GESPENSTERCHOR
Es ist hohe Zeit, dass die Sexuellen ihre Anschauungsweisen ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Schauermärchen vom Gespenst der Sexualität ein Manifest des Körpers, des Raumes selbst entgegenstellen.

Ein Chor von Gespenstern eröffnet diesen Theaterfilm mit ihrem Anliegen, Körper und Geist untrennbar miteinander verstrickt zu denken, sexuelles Begehren nicht zu verstecken und offensiv die gewohnten, tradierten, toxischen Denk- und Fühl-Pfade zu destabilisieren: die Zukunft zu queeren. Damit laden diese Untoten eine lebendige Person in ihre Utopie eines Darkrooms ein, der allen Geschlechteridentitäten offensteht, in dem Wahrheiten nur ertastet werden können – in den aber immer wieder die Realität reinschimmert: Wonne und Lust werden übergriffig von Licht durchbrochen und die Idee eines sanften Ganzen mit nachklingenden Erinnerungen und dräuenden Vorahnungen zerstört.

Wie die eingeladene Person überhaupt an den Eingang zur queeren Zukunft gelangt ist und welchen Weg sie davor zurückgelegt hatte, erfährt das Publikum in einer sehr persönlichen, doku-fiktionalen Rückblende.

YONY
Zitate sind schlimmer als Sperma.

Ecken und Kanten bejahend, umkreist Jchj V. Dussel in der Textgrundlage die Gegenwart in einem Labyrinth aus Vergangenheit und Zukunft und setzt die entscheidenden Klammern in safe(r) spaces.

Paul Spittler ist freier Regisseur und setzt mit diesem Projekt die Zusammenarbeit mit Raphaël Khouri fort, die bereits mit der Uraufführung von She He Me am Kosmos Theater in Wien ein glitzerndes Ausrufezeichen in die Theaterlandschaft setzte. Khouri ist (Dokumentar-) Theaterautor und steuert zu DARK ROOM revisited einen Text bei, den er in einem Cameo-Auftritt auch selbst performt.

Texte für DARK ROOM sind 2018/19 als Werkauftrag für das Schauspiel Hannover auf einer Stückidee des Regisseurs Ran Chai Bar-zvi entstanden. Für DARK ROOM revisited sind Überarbeitungen vorgenommen worden und vier neue Szenentexte entstanden. Interviewmaterial ist größtenteils entfernt worden.

Die Proben fanden in den Ufer Studios und die Filmaufnahmen im SchwuZ, Berlin sowie im Stadtraum statt.

Besonderer Dank an Tom's Hotel, Mae Charoen Thai Imbiss und Christopher-Fares Köhler.

Trigger Warning: Nacktheit, Sexualität, sprachliche Ausdrücke sexualisierter Gewalt

Erweitertes Produktionsteam:
Clara Puhlmann (1st AD), Filip Piotr Rutkowski (Regieassistenz), Ida Feldmann (Dramaturgieassistenz), Una Jankov (Assistenz Setdesign & Kostüm), Tim Boller (Lichtmitarbeit), Valentin Milan Grbić (Rekorder Studios, Tonaufnahme Studio), Ilja Köster (IKSAMPLE Studio, Tonmischung Postproduktion), Melanie Schwarzlose (Requisite), Etienne Arnaud (Technische Koordination), Marta Witak (Produktionsmitarbeit), Raman Kahlaf (Arabische Übersetzung), Cornelia Enger (Deutsche Übersetzung), PANTHEA (Untertitelung).

Das Festival PUGS IN LOVE – Queer Week 2021 wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kooperationspartner*innen sind in diesjähriger Edition: »Missy Magazine«, »Glitter – die Gala der Literaturzeitschriften«, SchwuZ und Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e.V..

Illustration: © PATU


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